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Westdeutsche Zeitung, Montag, 22.10.2007
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Daniel Hope und Sebastian Knauer begeisterten mit einem vorzüglichen Kammerkonzert in der Paterskirche.Von Michael Tegethoff
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Kempen Die beiden Künstler sind in Kempen gut bekannt, und nach Auftritten im Rahmen der Klosterkonzerte und des Musikfestivals erwarteten die Zuhörer in der Paterskirche ein Anknüpfen an frühere Auftritte.
Man weiß, dass der Geiger Daniel Hope und der Pianist Sebastian Knauer zur derzeitigen Musikerelite gehören, und bei einem Kammerkonzert der Spitzenklasse wurden sie wieder ihrem hervorragenden Ruf gerecht. Diesmal hatten die beiden neben Sonaten der Romantik auch Liedbearbeitungen mitgebracht.
Daniel Hopes Vortrag gewann eine bezwingende Überzeugungskraft, schien er doch die einzelnen Phrasen nicht nur zu gestalten, sondern förmlich zu durchleben. Da war in den Auszügen aus Manuel de Fallas "Siete canciones populares espanolas" jede Stimmungsnuance vom Übermütigen bis zum Melancholischen erkennbar. Und Sebastion Knauer war kein sich unterordnender Begleiter sondern ein vorzüglich mitgestaltender Partner.
Die beiden Künstler tauchten ein in den Ernst der 3. Violinsonate d-Moll op. 108 von Johannes Brahms und spielten Lieder von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dabei hielten sie sich eng an die Vorlagen - unaufdringlich und bescheidener als die Adaptionen Paul Kochanskis, die eher ohne Liedvorlage bestehen konnten.
Die Violinsonate Nr. 3 c-Moll op. 45 von Edvard Grieg bestach durch Stimmungskontraste auf knappem Raum. Erwartungsgemäß spürten Daniel Hope und Sebastian Knauer diesen Gegensätzen nach und präsentierten eine bald verhaltene, bald energisch zupackende Komposition.
Bei den Zugaben kam weiteres hinzu: Bei einem Duosatz von Alfred Schnittke wurde die Harmonie zwischen den beiden Instrumentalisten zugunsten eines Sich-aneinander-Reibens aufgehoben. Daniel Hope und Sebastian Knauer führten ihr Programm in mustergültiger Perfektion vor.
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